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Fax und Router

Fax und Router: warum der Telefonanschluss keine Leitung ist

Die Buchse ist dieselbe, der Wählton auch, und das Faxgerät merkt keinen Unterschied. Verändert hat sich, was hinter der Buchse liegt: Der Router digitalisiert den Ton, bevor er ihn weitergibt.

Kurze Antwort

Der Telefonanschluss eines Routers ist ein Gateway: Er erzeugt auf wenigen Zentimetern einen analogen Wählton und wandelt den Klang danach in Pakete. Drei Punkte zählen: die für Sprache gedachte Aufbereitung abschalten, wo die Oberfläche es zulässt, die Übertragungsrate des Faxgeräts auf 9.600 bit/s festlegen und den T.38-Modus aktivieren, wo er angeboten wird.

Sprachaufbereitung beschädigt die Töne

Echounterdrückung, Rauschminderung, Kompression: Funktionen, die ein Gespräch verbessern und ein Fax verschlechtern, dessen Töne keine Sprache sind. Oberflächen, die sie zugänglich machen, benennen sie je nach Hersteller anders, und nicht jede macht sie überhaupt zugänglich; das Prinzip ist überall dasselbe, und nach dem Prinzip ist zu suchen, nicht nach einer bestimmten Bezeichnung.

Übertragungsrate und T.38-Modus

Die Rate wird am Faxgerät eingestellt, nicht am Router: Bei 9.600 bit/s ist die Modulation robuster und verträgt verlorene Pakete und Jitter besser. T.38 wird am Router oder beim Anbieter eingestellt: Es überträgt die Faxdaten statt deren Klang und ist die einzige Maßnahme an der Ursache. Nicht jedes Gerät stellt die Option bereit; wo es sie gibt, kommt sie vor allen anderen.

Warum dasselbe Gerät tags zuvor noch lief

An einer leitungsvermittelten Verbindung hatte das Faxgerät einen Kanal, der sein Signal transportierte, ohne es verbessern zu wollen. Hinter einem Router wird dasselbe Signal von Technik digitalisiert, die auf die menschliche Stimme abgestimmt ist: Sie entfernt, was sie für Echo hält, schneidet weg, was sie für Stille hält, und komprimiert, was sie für Rauschen hält. Das Gerät ist nicht gealtert und die Leitung nicht gestört; verschwunden ist die Annahme, auf der das Fax beruht – ein neutraler Kanal. Orange hat 2018 den Verkauf neuer RTC-Anschlüsse in Frankreich eingestellt und schaltet bestehende Leitungen seither schubweise ab.

Häufige Fragen

Sollte man die Fehlerkorrektur (ECM) abschalten?
Die meisten Faxgeräte bieten diese Einstellung an. Ohne ECM kommen Seiten trotz Fehlern durch, um den Preis gestörter Zeilen; mit ECM wird eine fehlerhafte Seite erneut gesendet, was den gesamten Versand scheitern lassen kann. Die Wahl hängt davon ab, was zählt: eine unvollkommene Seite zu erhalten oder gar keine.
Liegt es am Router oder am Anbieter?
An beiden, an unterschiedlichen Stellen. Der Router bearbeitet den Ton am Anfang, das Netz des Anbieters transportiert ihn danach. Manchmal genügt eine lokale Einstellung; wenn nicht, ändert nur die Umschaltung auf T.38 auf Anbieterseite etwas.

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