Das Fax
Virtuelle Faxnummer: was man mietet und was einem nicht gehört
Diese Seite erklärt nicht, wie man ein Fax empfängt — dafür gibt es einen anderen Leitfaden. Sie erklärt, worauf man sich vor der Miete einer Nummer einlässt, und warum die Kündigung mehr Aufmerksamkeit verdient als der Monatspreis.
Kurze Antwort
Eine virtuelle Faxnummer ist eine von einem Anbieter gemietete Nummer, die an Ihrer Stelle abnimmt und die Seiten in PDFs verwandelt. Vier Punkte entscheiden über ihren Wert: wem die Nummer gehört, was bei Kündigung aus ihr wird, wo und wie lange empfangene Seiten gespeichert werden, und wie der Versand abgerechnet wird. Der ausgewiesene Preis sagt über keinen der vier etwas aus.
Die vier Punkte vor dem Abschluss
- 1
Wem die Nummer gehört
Eine gemietete Nummer bleibt dem Anbieter zugeteilt. Fragen Sie vor der Unterschrift, ob sie zu einem Wettbewerber portierbar ist: Portierung wird, wo es sie gibt, vor der Kündigung beantragt, nie danach.
- 2
Was bei Kündigung geschieht
Eine zurückgegebene Nummer fällt in den Pool des Anbieters zurück und wird neu vergeben. Korrespondenten, die ihre Unterlagen nicht aktualisiert haben, schreiben dann an den neuen Inhaber.
- 3
Wo die Seiten gespeichert werden
Der Anbieter speichert empfangene Faxe, um sie weiterzuleiten. Fragen Sie nach Aufbewahrungsdauer und Hostingland: bei geheimhaltungspflichtigen Unterlagen ist diese Speicherung die Verarbeitung, nicht der Empfang.
- 4
Wie der Versand abgerechnet wird
Die meisten Angebote enthalten den Empfang und rechnen den Versand zusätzlich pro Seite ab. Gelegentliches Senden rechtfertigt daher nicht immer ein Abonnement.
Die gemietete Nummer gehört Ihnen nicht
Das ist der einzige Punkt, den Vergleiche nie ansprechen, und der folgenschwerste. Bei Kündigung bringt der Anbieter die Nummer wieder in Umlauf. Unterlagen, die danach von Korrespondenten mit der alten Angabe gesendet werden — ein Labor, ein Kollege, eine Behörde — landen bei einem Fremden. Für eine Arztpraxis oder eine Kanzlei beginnt das Leck nicht während des Abonnements: es beginnt an dem Tag, an dem man aufhört zu zahlen.
Häufige Fragen
- Kann man mit einer virtuellen Nummer auch senden?
- Bei den meisten Anbietern ja, und das ist das Verkaufsargument. Der Versand wird aber meist zusätzlich zum Abonnement pro Seite abgerechnet: der Tarif deckt den Empfang, nicht den ausgehenden Verkehr.
- Kann man die Nummer beim Anbieterwechsel behalten?
- Manchmal, und die Antwort hängt von der Art der Nummer und vom Anbieter ab. Die Frage gehört vor den Abschluss, nicht an das Ende: ist die Kündigung einmal eingeleitet, ist die Nummer verloren.
- Braucht man eine virtuelle Nummer, um von dieser Website zu senden?
- Nein. Der Dienst sendet ohne Konto und ohne zugeteilte Nummer: eine Nummer braucht man nur zum Empfangen — genau das, was diese Website nicht tut.
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