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T.30-Protokoll

T.30: das Gespräch, das zwei Faxgeräte vor dem Austausch führen

Bevor eine einzige Seite läuft, führen beide Geräte einen codierten Dialog. Er ist als T.30 genormt, und er macht das Fax überhaupt erst überprüfbar.

Kurze Antwort

T.30 ist die ITU-Empfehlung, die das Aushandeln zwischen zwei Faxgeräten beschreibt: gegenseitige Kennung, Einigung über Geschwindigkeit und Korrekturverfahren, seitenweise Übertragung und anschließende Bestätigung jeder Seite. Diese Bestätigung speist den Sendebericht.

Fünf Phasen, stets in derselben Reihenfolge

Der Austausch verläuft in strengen Phasen. Die anrufende Seite baut die Verbindung auf, die gerufene nennt ihre Fähigkeiten — zulässige Geschwindigkeiten, Seitenbreiten, Verfügbarkeit einer Fehlerkorrektur. Die anrufende Seite wählt daraus, sendet eine Prüfsequenz und überträgt. Nach jeder Seite meldet die Gegenstelle, ob sie korrekt ankam. Beendet wird mit einer angekündigten Trennung, nie mit bloßem Auflegen.

Die Kennung und ihre Grenze

Jedes Gerät nennt eine Kennung, meist die eigene Rufnummer. Sie erscheint im Bericht und in der gedruckten Kopfzeile. Wichtig zu wissen: sie ist eine Selbstauskunft, vom Betreiber des Geräts eingestellt und nicht vom Netz vergeben. Sie kennzeichnet also ein Gerät, das sich so ausgibt — nützlich, aber keine Authentifizierung.

Die Fehlerkorrektur ändert die Aussage des Berichts

Ohne Korrektur kommt eine durch Leitungsrauschen beschädigte Seite beschädigt an, und die Gegenstelle bestätigt sie dennoch. Mit dem Korrekturverfahren laufen die Daten in geprüften Blöcken, die bei Fehlern erneut gesendet werden: eine bestätigte Seite ist dann eine unversehrte Seite. Das ist der Unterschied zwischen „etwas kam an“ und „genau dies kam an“.

Häufige Fragen

Verschlüsselt T.30 das Dokument?
Nein. Die Norm regelt Aushandlung und Integritätsprüfung, nicht die Vertraulichkeit. Der Schutz kommt vom Medium: eine vermittelte Telefonverbindung ist ein geschlossener Kanal, was nicht dasselbe ist wie ein verschlüsselter.
Warum sinkt die Geschwindigkeit während der Übertragung?
Treten zu viele Fehler auf, handeln die Geräte herunter, statt aufzugeben. Eine lange Übertragung auf einer verrauschten Leitung ist daher normal: das Protokoll zieht Langsamkeit dem Scheitern vor.

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